Schindler forderte Altmaier auf, die in seinen Vorschlägen faktisch enthaltene Deckelung des Ausbaus der erneuerbaren Energien zurückzunehmen. Zwar müsse die Förderung für erneuerbare Energien überprüft werden, erhalten werden müsse jedoch deren Ausbaudynamik. "Wer die Investitionssicherheit in der Erneuerbare-Energien-Branche gefährdet, gefährdet das Energiewende-Projekt insgesamt", sagte der BUND-Vorsitzende.
Die große Mehrheit der Deutschen will eine Energiewende weg von der riskanten Atomkraft und weg von klimaschädlichen Kohlemeilern. Die Kosten dafür müssen jedoch fair verteilt werden. "Altmaier darf die Strompreisdebatte nicht missbrauchen, um das Ausbautempo der erneuerbaren Energien zu bremsen. Hingegen sei es die Aufgabe des Bundesumweltministers, weitere Industrieprivilegien auf den Prüfstand zu stellen", forderte Schindler.
"Privilegien für energieintensive Industriebranchen senden verheerende Signale aus. Je höher der Energieverbrauch, desto weniger muss sich ein Unternehmen um Energieeinsparungen und Klimaschutz kümmern", kritisierte der BUND-Vorsitzende. Ausschließlich größeren Stromverbrauchern komme auch der wegen des Ausbaus der erneuerbaren Energien sinkende Strompreis an der Strombörse zugute. Allein im zurückliegenden Jahr sparte ein im Erneuerbare-Energien-Gesetz begünstigtes Unternehmen bei seinen Stromkosten deshalb im Durchschnitt fast eine Million Euro.
Der Umstieg auf Erneuerbare Energien ist eine Investition in unsere Zukunft. Nur dadurch begrenzen wir die Kosten der Atommülllagerung, dämmen die Klimafolgen ein und sorgen langfristig für stabile Energiepreise durch eine Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen, so Schindler abschließend.
Siehe auch beiliegendes Broschüre des BUND: „Energiewende – Kosten fair verteilen“bzw. unter www.bund.net/energiekosten PDF, 900 kB
Für Rückfragen:
Dr. Holger Schindler, 06306 701505
Michael Ullrich, 06131-62706-0