EU-weiter autofreier Tag: Rheinland-Pfalz braucht echte Alternativen zum Auto

22. September 2025 | Mobilität, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Suffizienz, Ressourcen & Technik

 (Michael Ullrich)

Mainz, 22. September 2025 – Anlässlich des autofreien Tags im Rahmen der EU-weiten Mobilitätswoche ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., zu einem entschlosseneren Handeln in der Verkehrspolitik auf. Trotz politischer Bekenntnisse zur Mobilitätswende gibt es in Rheinland-Pfalz noch zu viele strukturelle und praktische Hindernisse bei der Förderung alternativer und klimafreundlicher Verkehrsformen. Die Verkehrswende braucht endlich konkrete und verbindliche Maßnahmen, um den Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr, Radverkehr, Fußgängerverkehr und neue Mobilitätsdienste zu ermöglichen.

Mobilitätswende scheitert an fehlenden Strukturen
Trotz vieler Ankündigungen fehlen in Rheinland-Pfalz verbindliche Vorgaben. Das Landesklimaschutzgesetz nennt die Verkehrswende nicht einmal. Vor allem im ländlichen Raum sind Bus und Bahn zu selten, Radwege oft lückenhaft, Sharing-Angebote Mangelware. Wer aufs Auto verzichten will, hat meist keine realistische Alternative.

Mehr Geld für Alternativen statt neuer Straßen
Die Landespolitik muss endlich umsteuern: Statt sich weiter für Straßenprojekte wie A1 oder B10 einzusetzen, braucht es gezielte Investitionen in ein verlässliches, flächendeckendes ÖPNV-Angebot, sichere Radwegeund gut verknüpfte Mobilitätsangebote – insbesondere außerhalb der Ballungsräume. Zumal die Bundesmittel für neue Straßenprojekte ohnehin knapp werden – das Land sollte vorhandene Ressourcen sinnvoller einsetzen.

Forderungen des BUND Rheinland-Pfalz

  • Mehr Investitionen in Bus, Bahn und Radinfrastruktur statt neuer Straßen
  • Bessere Arbeitsbedingungen im ÖPNV – ohne ausreichend Personal keine Verkehrswende
  • Multimodale Knotenpunkte und Förderung von Sharing-Angeboten
  • Gleichwertige Mobilitätschancen für Stadt und Land

Verkehrswende braucht politischen Willen
Die Verkehrswende gelingt nicht mit Appellen allein – sie braucht klare Vorgaben, verlässliche Finanzierung und sichtbare Verbesserungen für die Menschen im Alltag. Rheinland-Pfalz muss jetzt handeln, damit Mobilität klimafreundlicher, gerechter und zukunftsfähig wird.

Ansprechpartner:

Fritz Welsch, Umweltschutzreferent, Tel.: 0176 15869358

Michael Ullrich, Stellv. Geschäftsführer, Tel.: 0176 15869 153

 

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