BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Geplante Ölförderung bei Offenbach BUND kritisiert Verzicht auf Umweltverträglichkeitsprüfung

21. Mai 2021 | Klimawandel, Lebensräume, Naturschutz, Ressourcen & Technik

Mit scharfer Kritik reagiert der BUND Rheinland-Pfalz auf den vom Land angekündigten Verzicht auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bezüglich der geplanten Ölförderung bei Offenbach. Nur, weil die geplante Bohrung nicht in einem Schutzgebiet erfolgen soll, müsse man trotzdem mit verschiedenen Umweltschäden rechnen.

So müsse die Wirkung auf das Klima berücksichtigt werden. „Spätestens seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz sollte klar sein, dass wir bei allen Eingriffen die Wirkung auf das Klima berücksichtigen müssen. Um das völkerrechtlich bindende 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, müssen wir die Ölförderung stoppen und nicht ausweiten“, erklärt BUND-Landesvorsitzende Sabine Yacoub.

Weiterhin bestehe die Gefahr, dass das Grundwasser mit Erdöl kontaminiert wird, was besonders vor dem Hintergrund von Dürresommern und geringerer Grundwasserneubildung  sehr ernst genommen werden müsse.

Der BUND appelliert an die neue Landesregierung, keine weiteren Ölbohrungen zuzulassen. „Die zuständigen Behörden müssen solche Planungen äußerst sorgfältig und umfassend prüfen. Falls unter aktuellem Recht und aktueller Landesplanung ein Stopp der Ölbohrungen nicht möglich ist, muss eine Überarbeitung dieser Rahmenbedingungen zügig geprüft und umgesetzt werden“, fordert Yacoub.

Für Rückfragen:
Michael Carl, stv. Landesvorsitzender, Sprecher AK Energie und Klimaschutz: 02620 8416
Sabine Yacoub, Landesvorsitzende: 0174-9971892

 

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