Der BUND Rheinland-Pfalz fordert verstärkte Bemühungen zur Luftreinhaltung in Rheinland-Pfalz. In den Großstädten seien im Januar die Grenzwerte für Feinstaub viel zu oft überschritten worden.
So gab es aufgrund der anhaltenden Inversionswetterlage an der Messstation Koblenz – Hohenfelder Straße in 2009 schon 14 Überschreitungen des Grenzwertes für Feinstaub (PM10) von 50 µg/m³ (im gesamten Jahr 2008 nur 5), in Ludwigshafen – Heinigstraße waren es 13 (in 2008 14) und in Mainz – Parcusstraße 13 (in 2008 23).
„Die Bevölkerung von Mainz soll nun noch zusätzlich durch den Bau eines Kohlekraftwerkes belastet werden. Feinstaub- und Stickoxidemissionen werden bei Inversionswetterlagen weiterhin zunehmen. “ erklärt Dr. Bernhard Braun, Landesvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz.
„Wir fordern die Landesregierung auf, die Luftreinhaltung als Aufgabe endlich ernst zu nehmen und die Städte zur Einrichtung von Umweltzonen zu veranlassen. Außerdem müssen neue Wege beschritten, beispielsweise durch günstige Umwelttickets für Busse und Bahn bei Inversionswetterlagen,“ so Braun weiter. „Der Bau neuer Kohlekraftwerke in Mainz und Mannheim führt zu einer erhöhten Belastung der Bevölkerung in den Ballungsgebieten von Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung scheint dabei ihre Vorsorgepflicht völlig zu vergessen.“
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