Der BUND Rheinland-Pfalz begrüßt die Streichliste zum Bundesverkehrswegeplan, die der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger und der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh jüngst in Berlin vorgestellt haben. Das beschloss die Landesdelegiertenversammlung am Samstag in Nackenheim einstimmig. Von den insgesamt 200 Vorschlägen fallen allein 17 auf das Land Rheinland-Pfalz. Aktuell besonders hervorzuheben ist dabei die B 50 neu/Hochmoselübergang, seit Jahrzehnten heftig umstritten und zur Zeit sogar Gegenstand eines Petitionsverfahrens.
Der BUND-Landesverband Rheinland-Pfalz appelliert an die Bundespolitiker, die vom BUND selbst und Bürgerinitiativen eingereichten Petitionen mit dem Ziel eines sofortigen Baustopps ernst zu nehmen und dem Anliegen stattzugeben. Ansonsten drohen nicht wieder gut zu machende Schäden, sowohl ökologische für Natur und Landschaft als auch ökonomische für Weinbau und Tourismus. Angesichts der Tatsache, dass es sich bei der geplanten B 50 neu um ein längst überholtes Vorhaben handelt, sollte ein Umdenken möglich sein. Denn diese Straße brächte eben u. a. nicht die versprochene bessere Anbindung von Belgien ins Rhein-Main-Gebiet. Nein, solche Fernverbindungen sind inzwischen ausreichend und besser als über die B 50 neu vorhanden.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Bundesverkehrsplan völlig unterfinanziert ist und Verkehrsminister Ramsauer seine Überarbeitung – wohl noch vor der Sommerpause – angekündigt hat, ist es Zeit, sich von teuren Fehlplanungen zu verabschieden.
Der BUND zählt darauf, dass Ramsauer sich mit seiner Ankündigung, keinen weiteren Güterverkehr mehr auf die Straße zu bringen und den Bahnverkehr zu stärken, durchsetzt, was Projekte wie die B 50 neu obsolet macht.
Die BUND-Streichliste finden Sie im Internet unter http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/verkehr/20100412_verkehr_streichliste_strassenbauprojekte_hintergrund.pdf
Kurzlink: bit.ly/9odI4Z
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