BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Kann das weg? - BUND gegen Abbau der Westeifelbahnstrecke Gerolstein – Prüm

11. Februar 2021 | Klimawandel, Mobilität

 (Bernd Kruse)

„In der heutigen Zeit, wo alles auf Verkehrswende ausgerichtet sein muss, Eisenbahnanlagen zu entwidmen und abzubauen, ist ein Anachronismus!“ So deutlich äußert sich der stellvertretende Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz, Michael Carl. „Wir freuen uns über jeden Radweg, aber dafür Eisenbahnstruktur zu entfernen, die wir mittelfristig wieder brauchen werden, ist wenig enkeltauglich. Radwege können problemlos parallel zu Bahnlinien geführt werden und profitieren durch Mitnahmemöglichkeiten – wenn denn die Bahnlinie in Betrieb ist.“

In ganz Deutschland werde wegen des Klimawandels eine Verstärkung des öffentlichen Verkehrs gefordert. Genau das Gegenteil geschehe in der Eifel, wo es außer der Verbindung Köln – Trier kaum noch Schienenverkehr gebe. Von einstmals zahlreichen Verbindungen wie der Eifelquerbahn, die nur noch bis Kaisersesch betrieben werde über die Verbindung Bernkastel-Kues – Wittlich – Daun oder eben die Westeifelstrecke, die neben der fraglichen noch weitere Schienenanbindungen etwa nach Neuerburg oder St. Vith verloren habe, sei kaum noch etwas geblieben. „Und dem soll nun auch der Garaus gemacht werden“, so Carl weiter, „und man hängt sich mit einem Radweg das Deckmäntelchen der Umweltfreundlichkeit über. Hat jemand eigentlich mal ernsthaft die Nutzen-Kosten-Berechnung dieses Radweges gemacht oder überprüft. Das ist eigentlich ein Fall für den Landesrechnungshof.“

Auch „auf dem Land“ müsse eine grundsätzliche Bedienung mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich sein. Dies gebiete das Angleichen von Lebensbedingungen. Mit der Bahn sei ÖPNV deutlich schneller als mit Bussen. Diese sollten ein Schienengrundgerüst ergänzen. Der BUND Rheinland-Pfalz habe in seiner Broschüre „Neue Züge braucht das Land“ solche Notwendigkeiten beschrieben (siehe www.bund-rlp.de/forderungskatalog).

Für Rückfragen:

Michael Carl, 02620-8416

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