Keine Megaställe und Massentierhaltung in Rheinland-Pfalz

02. März 2014 | Ernährung, Massentierhaltung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz begrüßt das erneute Scheitern eines niederländischen Investors, einen Megastall für Hühner in Eppenberg zu errichten, nachdem sich dieser bereits aus Birresborn zurückziehen musste.

„Massentierhaltung mit all seinen schlimmen Folgen für Menschen, Natur und Tiere lehnen wir grundlegend ab. Megaställe sind ein Auslaufmodell einer natur-, menschen- und tierverachtenden Investitionspolitik, die wir nicht hinnehmen werden“, betonte BUND Landesvorsitzender Harry Neumann. Er fordert Bürger und Kommunen auf, sich überall in Rheinland-Pfalz derartigen Plänen entgegen zu stellen.

Allein beim Geflügel ist der Export innerhalb von zehn Jahren um über 150 Prozent gestiegen. Das mag die Agrarindustrie freuen. Für die Tiere bedeutet es jedoch ein Leben unter Qualen, für kleinere und mittelgroße Bauern einen ruinösen Wettbewerb, für Verbraucher gesundheitliche Risiken und für die Anwohner ein Leben in Gestank und rechtlicher Ohnmacht. Zudem sorgt die scheinbar grenzenlos wachsende Massentierhaltung für enorme Umweltprobleme. "Das ' industrialisierte Huhn' wollen wir nicht. Wir sind daher froh, dass wir gemeinsam mit den Bürgern diesen Riesenstall in unserer wunderbaren Landschaft verhindern konnten“, macht abschließend die BUND Kreisvorsitzende Agnes Hennen deutlich.

Darüber hinaus fordert der BUND eine Änderung des Baugesetzbuches durch die Bundesregierung, da derartige Vorhaben durch die Privilegierung erst möglich gemacht werden. Hilfreich wären hierzu auch Bundesratsinitiativen von Landesregierungen.

Für Rückfragen

Harry Neumann, BUND Landesvorsitzender, Telefon 02626-926441, 01577-95 75 158
Agnes Hennen, BUND Kreisvorsitzende Cochem-Zell, Telefon 02653-910565, 0171-1222001 

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