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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Konkreter Beitrag zur Verkehrswende: BUND fordert Planung für Streckenelektrifizierungen

19. Juli 2019 | Mobilität, Nachhaltigkeit, Klimawandel

Weiterhin keine konkreten Planungen für Streckenelektrifizierungen in Rheinland-Pfalz bekannt

E-Lok im Bahnhof  (BUND, Sabine Yacoub)

„Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung legt die Elektrifizierung von rund 3000 km Bahnstrecke fest. Wenn Rheinland-Pfalz etwas von diesem Kuchen abhaben möchte, muss es zügig reagieren und ein Konzept vorlegen, da ansonsten die anderen Bundesländer diese lukrativen Möglichkeiten wegschnappen.“ Mit dieser Aussage zeigt der stellvertretende Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Rheinland-Pfalz, Michael Carl die Forderungen des Umweltverbandes auf. Andere Bundesländer seien wesentlich weiter. In Rheinland-Pfalz gäbe es zwar immer wieder Forderungen verschiedener Gruppierungen, aber keine bekannten Planungen aus dem Verkehrsministerium. Während im Bund Verkehrsminister Scheuer die Entwicklungen verschlafe, sei in Rheinland-Pfalz kaum mehr Aktivitäten zu vermelden.

Für die relativ teuren Streckenelektrifizierungen böten sich Bahnabschnitte an, die häufiger als im Stundentakt befahren werden. „In Rheinland-Pfalz wäre die Strecke Neustadt/Weinstraße – Wörth geeignet, die teilweise von drei Zügen pro Stunde befahren wird“ erläutert Carl. Aber auch weitere Strecken wären denkbar, wie die Nahe- oder die Lahnstrecke oder die Verbindung von Mainz nach Alzey.

Rheinland-Pfalz habe mit 58 % einen recht großen Anteil nicht elektrifizierter Strecken (bundesweit nur etwa 40 %). Dies sei Grund genug für die Landesregierung, sich deutlich für Streckenelektrifizierungen stark zu machen. Aber auch die Umweltbelastungen durch die notgedrungen eingesetzten Dieselzüge mit ihren Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen seien deutliche Argumente für die Errichtung von Strommasten an den genannten Strecken. Da die Verkehrswende ohnehin zu mehr Stromeinsatz gehe, wäre dies auch eine nachhaltige und zukunftsträchtige Investition. „Grundsätzlich ist der schienengebundene Verkehr, vor allem, wenn er elektrisch betrieben wird, besonders energieeffizient und somit klimafreundlicher als der Individualverkehr. Der Einsatz erneuerbarer Energieträger ist leichter möglich und wird auch schon zu deutlich über 50 % realisiert,“ schließt Carl.

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