BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Steinbruch Marta (Bad Sobernheim / Waldböckelheim): Stoppt das OVG Koblenz die Naturzerstörung?

04. Dezember 2008 | Wälder, Naturschutz

Mainz. „Wir hoffen, dass der Planung für die Zerstörung des Waldböckelheimer Waldes endlich ein Ende gesetzt wird“, so kommentiert BUND-Landesgeschäftsführer Dr. Erwin Manz die heutige mündliche Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht Koblenz.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. hatte im April 2007 vor dem Verwaltungsgericht seine Klage gegen das Steinbruchprojekt gewonnen. Daraufhin sind das Oberbergamt und die Betreiberfirma in Berufung gegangen. „Der Steinbruch würde mitten in einem großen zusammenhängenden und von äußeren Störeinflüssen weitgehend unbeeinträchtigten Wald liegen. Waldrodungen, Betriebslärm und LKW-Verkehr würden die Idylle zerstören.“, so Manz weiter.

Das Verwaltungsgericht hatte im April 2007 bestätigt, dass die Gebietsabgrenzung für das Fauna-Flora-Habitatschutzgebiet fehlerhaft war. Im geplanten Abbaubereich kommen wertvolle Trockenwälder und Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten vor. Der BUND hofft, dass jetzt auch das Oberverwaltungsgericht so entscheidet, dass der bisher weitgehend störungsfreie Waldböckelheimer Wald weiterhin für erholungssuchende Menschen, aber auch seltene Tiere, wie Wildkatze, Mittelspecht und Bechsteinfledermaus, nutzbar sein wird.

Der BUND begrüßt in diesem Zusammenhang die Entscheidung des Bundeskartellamtes von 2007, die den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der Asphaltmischwerk Langenthal GmbH&Co. KG durch das Straßenbauunternehmen Faber untersagt hatte. „Nach Ansicht des Kartellamtes gehört Faber zu den umsatzstärksten Straßenbauunternehmen in Rheinland-Pfalz. Faber hat in den letzten Jahren kein Problem gehabt, an Straßenbauaufträge zu kommen. Daher ist keine wirtschaftliche Notwendigkeit für die Waldabholzung gegeben.“ erklärt Ludger Nuphaus (BUND-Kreisgruppe Bad Kreuznach).

BUND-Landesgeschäftsführer Dr. Erwin Manz bedankt sich ganz herzlich bei den Steinhardter Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit überaus großem Engagement für die Erhaltung des ökologisch so bedeutsamen Waldgebietes eingesetzt haben.

Für Rückfragen:
Dr. E. Manz  06131 62706-0 bzw. 0151 12273866
L. Nuphaus 0671 44645 

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