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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Windgipfel bei Altmaier: Taten sind gefragt - Ansonsten sind Klimaziele nicht erreichbar

05. September 2019 | Energiewende, Klimawandel, Naturschutz, Wälder

BUND fordert Anstrengungen zur Wiederbelebung des Windkraftausbaus

Im "Fahrplan Energiewende" geforderter Ausbau der Windkraft

5.9.2019. Zum heutigen Windgipfel in Berlin, bei dem sich Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit Akteuren der Windenergie unter schlechten Vorzeichen für den weiteren Ausbau dieser erneuerbaren Energie trifft, äußert sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND, Landesverband Rheinland-Pfalz):

„Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Rheinland-Pfalz immer mehr spürbar. Hitzerekorde und sterbende Wälder sind sichtbare Anzeichen. Die Jugend kämpft um ihre Zukunft. Die notwendige Reduzierung des Energieverbrauches geht zu langsam und die Umstellung auf Erneuerbare Energien gelingt zurzeit nur ansatzweise“, stellt der stellvertretende Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz Michael Carl fest. „Der für den Klimaschutz unabdingbare Ausbau der Windkraft betrug 2018 nur ein Drittel des vom BUND geforderten Volumens und ist im ersten Halbjahr 2019 weiter auf rund ein Zehntel gesunken. Für eine solide Energiewende ist dies viel zu wenig.“

Der BUND fordert daher in Ergänzung seiner Solaroffensive jetzt auch eine Wiederbelebung des Windkraftausbaus. Angesichts des immer schneller voranschreitenden Klimawandels sollen damit alle Möglichkeiten der erneuerbaren Energieerzeugung ausgeschöpft werden. Dabei verweist der BUND auf seinen "Fahrplan Energiewende", wonach in Rheinland-Pfalz bis zum Jahre 2030 mehr als die Hälfte des erneuerbaren Stromes aus Windkraft erzeugt werden soll. Laut BUND kommt dem Ausbau der Windkraft nach wie vor die größte Bedeutung zu. „Was die Bundesregierung in Berlin beim Ausbau der Erneuerbaren verschläft, geht auf keine Kuhhaut. Sie reagiert auch nicht auf den massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen durch den Niedergang des Windenergieausbaus“ so Carl. „Da helfen auch keine Gespräche im Ministerium, sondern nur Taten!“

Der BUND fordert deshalb, dass das große Potenzial der Windkraft in den Höhenlagen des Landes genutzt wird. Nur durch Ausweisung der windhöffigsten Standorte kann dort der benötigte Strom mit möglichst wenigen Windrädern erzeugt werden. Ihm ist bewusst, dass es in diesen Höhenlagen zu Konflikten mit dem Naturschutz kommen kann. Doch angesichts der bereits sichtbaren Folgen des Klimawandels – auch im Wald -, müssen Kompromisse gefunden werden. „Es geht beim Ausbau der Windenergie nicht um ein ‚Entweder-Naturschutz-oder-Klimaschutz‘“, ist die BUND Landesvorsitzende Sabine Yacoub überzeugt. „Es gibt technische Möglichkeiten, die Gefahren der Windkraft für empfindliche Vogel- und Fledermausarten zu minimieren – z. B. durch Abschaltungen zu bestimmten Zeiten. Hier sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, um einen weiteren Ausbau von Windkraftanlagen naturschonend zu ermöglichen.“

Zur Einhaltung der Klimaziele ist es nach Ansicht des BUND unabdingbar, dass die Landesregierung über Landes- und Regionalplanung etwa 2 % der Landesfläche als Vorranggebiete für Windkraft ausweist. Diese müssen ausreichend windhöffig sein. Dort sollten Genehmigungen nach naturschutzfachlicher Prüfung zügig erteilt werden.

Für Rückfragen:
Michael Carl, Stellv. Landesvorsitzender, 02620 8416
Michael Ullrich, Umweltschutzreferent, 06131-627060

Hintergrund: „BUND-Fahrplan Energiewende Rheinland-Pfalz“: www.bund-rlp.de/fahrplan

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