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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

EU-Agrarpolitik

Der BUND fordert eine Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik ...

  • ....nach gesellschaftlichen und sozialen Grundsätzen öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen, also solche Leistungen die der Allgemeinheit zugute kommen. Dazu gehört beispielsweise der Erhalt der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit.
  • ....durch Umverteilung: Die pauschale Flächenprämie (1. Säule) muss abgeschafft werden bei einer deutlichen Erhöhung der EU-Naturschutzfinanzierung (2. Säule) als festes Budget. Kleine Betriebe und Weidehaltung müssen höher gefördert werden.
  • ...mit einer Weiterentwicklung der Agrarumweltmaßnahmen bzw. der „Greening-Maßnahmen“: Mindestens 10% Ökologische Vorrangflächen, Förderung zum Erhalt alten, artenreichen Grünlands (Vertragsnaturschutz), Anbaudiversifizierung durch ökologische Flächen
  • ...mit Klima- und Artenschutz: Biotopvernetzung, Reduktion von Pestiziden, Renaturierung von Mooren, Weidehaltung statt Stallhaltung und Erhaltung alten Grünlands sind wichtig für Artenvielfalt und Kohlenstoffspeicherung, also Klimaschutz.
  • ...durch Bodenschutz: Böden sind eines unserer kostbarsten Güter. Pestizide und nicht-sachgemäße Bodenbearbeitung schaden massiv der Bodenfruchtbarkeit. Deshalb müssen wir unsere Böden schützen!
  • ...durch Information und Bildung: In den meisten landwirtschaftlichen Studien- und Ausbildungsgängen ist Naturschutz noch ein Wahlfach. Es ist jedoch unverzichtbar, dass Landwirte diese Zusammenhänge kennen und ihre Bewirtschaftung entsprechend gestalten!

 

Agrarpolitik aktuell 

Seit über fünfzig Jahren fördert die EU-Agrarpolitik eine marktorientierte Landwirtschaft. Sie unterstützt Landwirte bei Investitionen in die Modernisierung ihrer Höfe und schützt sie vor großen Preisschwankungen und Marktkrisen. Dabei stehen Wachstum der Lebensmittelproduktion und Export im Vordergrund. Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz sind in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zwar vorgesehen, erreichen jedoch aktuell die erwünschten Ziele für Gesellschaft und Ökosysteme nicht.

 Etwa 40 % des EU-Haushalts fließen in die GAP (2017). Deutschland erhält etwa sechs Milliarden Euro jährlich. Fast 80 % dieser Mittel werden über Direktzahlungen flächenbezogen vergeben, man spricht von Flächenprämien. Der Ökolandbau und Naturschutzmaßnahmen werden nur mit etwa 20 % gefördert

(Siehe Grafik). Mit den am 1.6.2018 von der EU-Kommission vorgelegten Legislativvorschlägen zur zukünftigen EU-Agrarpolitik nach 2020 bleibt diese nahezu unverändert.

EU-Agragpolitik - Reformen zwingend erforderlich!

Ansprechpartnerin

Dr. Tatjana Schneckenburger


E-Mail schreiben Tel.: 06131 - 62 70 6 0

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