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BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Die Raupen der Tagfalter - Abschrecken oder Tarnen?

Die Raupen der Tagfalter

Schmetterlinge entwickeln sich aus Eiern über Raupen und Puppen zu den Faltern. 

Auf den folgenden Seiten werde die Raupen von Tagfaltern, die in Rheinland-Pfalz vorkommen auf Bildern in natürlicher Umgebung - nach Familien bzw. Unterfamilien geordnet - dargestellt. 

Die Raupen der Ritterfalter

Die Raupen der Ritterfalter sind besonders eindrucksvoll. Manche sind nach dem Schlüpfen sehr ähnlich (z.B. Schwalbenschwanz und Segelfalter), entwickeln dann aber ganz charakteristische Farben und Zeichnungen. Sie verfügen alle über eine Stirngabel, mit der ein nach Buttersäure riechendes Sekret zur Abschreckung von Feinden bei Störungen ausgeschüttet werden kann. 

Eiraupe des Segelfalters beim Fressen der Eischale 

Eiraupe des Schwalbenschwanzes beim Fressen der Eischale 

Junge Raupe des Segelfalters nach der ersten Häutung

Junge Raupe des Schwalbenschwanzes nach der ersten Häutung

Junge Raupe des Schwalbenschwanzes nach der 2ten Häutung

Erwachsene Raupe des Segelfalters 

Erwachsene Raupe des Schwalbenschwanzes

Segelfalterraupe mit Stirngabel 

Schwalbenschwanzraupe mit Stirngabel 

Die Raupen der Weißlinge

Die Raupen der Weißlinge sind sehr viel schlanker als die Ritterfalterraupen. Viele haben eine grüne Färbung, manche sind bunt (Baumweißling und Großer Kohlweißling). Die meisten haben keine Dornen, sind grün und nur wenig behaart, Ausnahme auch hier wieder der bunte und stark behaarte Baumweißling. 

Raupe des Aurorafalters auf einer Knoblauchsrauke 

Raupe des Baumweißlings auf Schwarzdorn 

Raupe des Hufeisenklee-Gelblings auf Hufeisenklee 

Raupen des Großen Kohlweißlings auf Kohl 

Raupe des Grünaderweißlings 

Raupe des Senfweißlings 

Raupe des Wandergelblings auf Luzerne 

Raupe des Weißklee-Gelblings auf Luzerne 

Raupe des Zitronenfalters auf Faulbaum 

Die Raupen der Bläulinge

Die Raupen der Bläulinge werden oft als "asselartig" beschrieben. Sie sind sich sehr ähnlich in der Form, sind aber unterschiedlich gefärbt und unterschiedlich gezeichnet. Auch bei den Bläulingen sind die Raupen oft grünlich. Sie leben sehr versteckt meist an den verschiedenen Schmetterlingsblütlern, einer Unterfamilie der Leguminosen. Viele Raupen der Bläulinge leben in Symbiosen mit Ameisen. Die Ameisen übernehmen dabei den Schutz der Raupen, die Raupen versorgen dafür die Ameisen mit einem zuckerähnlichen Sekret aus einer Drüse am Hinterleib. 

Raupe des Alexis-Bläuling (Jungraupe - L2) auf Vogelwicke

Raupe des Faulbaum-Bläulings auf Blutweiderich 

Raupe des Faulbaum-Bläulings auf Blutweiderich mit Ameise im Gepäck 

Raupe des Fetthennen-Bläulings auf Großer Fetthenne mit Ameisen-Armada 

Raupe des Kronwicken-Bläulings kurz vor der Verpuppung

Raupe des Hauhechel-Bläulings

Raupe des Himmelblauen Bläulings auf Hufeisenklee 

Die Raupen der Feuerfalter

Die Raupen der Feuerfalter sind als Unterfamilie der Bläulinge ebenfalls asselartig. Sie leben fast alle an den verschiedenen Arten des Sauerampfers oder an Knöterichgewächsen und sind grün. 

Raupe des Braunen Feuerfalters auf dem Großen Sauerampfer 

Grün-rote Raupe des Kleinen Feuerfalters auf dem Großen Sauerampfer  

Grüne Raupe des Kleinen Feuerfalters auf dem Großen Sauerampfer 

Raupe des Lilagoldenen Feuerfalters auf dem Großen Sauerampfer 

Die Raupen der Zipfelfalter 

Raupe des Grünen Zipfelfalters (L5) 

Eiraupe des Nierenfelck-Zipfelfalters auf einer Schlehenblüte 

Raupe des Pflaumen-Zipfelfalters (L5) auf Schlehe 

Die Raupen der Edelfalter

Die Raupen der Edelfalter verfügen oft über Dornen. Trotz der unterschiedlichen Farben und Zeichnungen sind die längliche Form und der Kopf bei den meisten Arten ähnlich. Bei zwei Arten variieren die Farben innerhalb der gleichen Art sehr stark (Admiral, Distelfalter). Einige Raupen leben gesellig, wie die des Kleinen Fuchses, des Landkärtchens und des Tagpfauenauges, die meisten Arten leben aber solitär. Die Schillerfalterraupen und die Eisvogelraupen überwintern im Freien auf Bäumen (Salweide, Zitterpappel) oder auf Sträuchern. Die meisten Scheckenfalterraupen überwintern gesellig in Gespinsten am Boden. Viele Perlmutterfalterraupen überwintern solitär in der Bodenstreu. 

Dunkele Raupe des Admiral auf Brennnessel 

Graue Raupe des Admiral auf Brennnessel 

Grüne Raupe des Admiral auf Brennnessel 

Rosa Raupe des Admiral auf Brennnessel 

 Eiraupe des C-Falters auf der Unterseite eines Salweide-Blattes

Raupe des C-Falters in S-Form auf Stachelbeere 

Raupe des C-Falters auf Stachelbeere 

Rosa Raupe des Distelfalter 

Silbergraue Raupe des Distelfalter 

Raupe des Großen Perlmutterfalters an Wiesenknöterich 

Raupe (L2) des Großen Schillerfalters auf Salweide vor der Überwinterung 

Raupe (L5) des Großen Schillerfalters auf Salweide im Frühjahr nach der Überwinterung

Raupe des Kaisermantels auf Veilchen 

Raupe des Kleinen Eisvogels auf Deutschem Geißblatt 

Raupe des Kleinen Fuchses auf Brennnessel 

Raupe des Kleinen Schillerfalters auf Zitterpappel 

Raupe des Landkärtchens auf Brennnessel 

Raupe des Magerrasen-Perlmutterfalters auf Veilchen 

Raupe des Roten Scheckenfalters auf Wegerich 

Raupe des Tagpfauenauges auf Brennnessel 

Raupe des Wegerich-Scheckenfalters auf Wegerich 

Die Raupen der Augenfalter

Die Raupen der Augenfalter sind oft behaart und leben an Gräsern. Die jungen Raupen fressen am Tage. Viele Augenfalterraupen überwintern solitär in der Streuschicht am Boden. Nach der Überwinterung sind die älteren Raupen oft nachtaktiv. 

Eiraupe des Mauerfuchs auf einem Grashalm 

Raupe des Mauerfuchs (L4) auf einem Grashalm 

Jungraupe des Schachbrettfalters (L3) auf einem Grashalm direkt nach der Häutung - nachmittags

Nachtaktive erwachsene Raupe des Schachbrettfalters (L5) im Gras - abends 

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Wussten Sie schon?

Für die Raupen gilt noch mehr als bei den Eiern, dass man den Tagfalter über die Raupe fast immer eindeutig bestimmen kann. Manchmal kann die Tagfalterart über die Zucht der Raupe leichter bestimmt werden. Während z.B. der Hufeisenklee-Gelbling und der Weißklee-Gelbling durch äußere Merkmale nicht eindeutig unterscheidbar sind, können ihre Raupen sehr einfach unterschieden werden. Auch bei den Kohlweißlingen unterscheiden sich die Raupen deutlicher als die Falter.  

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