BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Kundgebung mit Sternfahrt gegen den autobahngleichen Ausbau der B10

am 10. September auf dem Stiftsplatz in Landau

 (Julia Dreyer)

Bei wechselhaftem Wetter protestierten Umweltschützer*innen aus der ganzen Pfalz mit uns gegen die Zerschneidung des Pfälzerwalds durch den Ausbau der B10. Die drohende Aberkennung des Status als Biosphärenreservat und die Klimakrise waren Inhalt der mitreißenden Reden von Prof. Hubert Weiger (BUND Naturschutz), Ulrich Mohr (BUND Südpfalz), Maurice Wintz (Alsace Nature) und Walter Herzog (BI Queichtal). Auf unserem Youtube-Kanal könnt ihr die Redebeiträge anschauen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die mit uns und der Band WhyNot für eine zukunftsfähige Mobilität und ein Umdenken in der Verkehrsplanung demonstriert haben! Besonders gefreut hat uns die Anreise zahlreicher Menschen mit dem Rad - trotz des regnerischen Wetters. 

 

Auf nach Landau, Ihr Pfälzerinnen und Pfälzer zur großen Kundgebung - mit Rad, Bus, Bahn und auch zu Fuß!

 (Julia Dreyer)

Einwendungen gegen den Ausbau der B10 abgeben

Das Queichtal steht auf und wehrt sich - beteiligen Sie sich im Raumordnungsverfahren (ROV) - Wir helfen dabei

Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren (ROV) für den 4-streifigen Ausbau der B 10 zwischen der Anschlussstelle B 48 (Wellbachtal) und der Anschlussstelle Queichhambach

Das Raumordnungsverfahren (ROV) über die Streckenführung der Tunnel bei Annweiler ist eröffnet worden. Bis zum 31.Mai 2022 kann jeder Bürger / jede Bürgerin eine Stellungnahme  abgeben. Wir haben  hier Informationen zu diesem Thema, Textbausteine und weitere Schreiben zum Lesen und Download abrufbar hinterlegt.
Jede Stellungnahme ist wichtig - denken Sie an die Frist 31. Mai. Wer schweigt, stimmt dieser problematischen Planung zu.

Textbausteine B10-ROV.rtf (RTF-Datei, 130 kB)

Textvorlage ROV 5_22.rtf (RTF-Datei, 50 kB)

Alle Infos und Vorlagen bei der BI Queichtal...

Die Pläne des LBM...

Zu unserer Fachseite B10...

 


 

Resolution gegen den B10-Ausbau

Resolution gegen den weiteren Ausbau der B10 durch den Pfälzerwald

Dieses Fernstraßenprojekt im Zuge der Bundesstraße 10 quert einen bedeutsamen Bereich des deutsch-französischen Biosphärenreservats Pfälzerwald – Vosges du Nord. Es gefährdet außergewöhnliche Landschaften und Naturräume, die gleichzeitig für die Entwicklung des Tourismus sowie der damit verbundenen Wirtschaftszweige wichtig sind. Eine Zerschneidung dieser einzigartigen Landschaft muss vermieden werden.
Noch ist es nicht zu spät. Die entscheidenden Abschnitte des B 10-Ausbaus im größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands sind noch nicht planfestgestellt.

20 Organisationen veröffentlichen deshalb diese Resolution zum B10-Ausbau.

B10 Resolution (PDF, 330 kB)

 

Hintergrundinfo:

Kompromiss der Mediation 2013: B 10 PS-Landau_2013-01-30_Kompromiss der Mediation (PDF, 1,3 MB)

 


 

Fachtagung zum B-10-Ausbau

Kommt das deutsch – französische Biosphärenreservat unter die Räder?

 (Walter Herzog)

Was? Fachtagung zum durchgängig vierstreifigen Ausbau der B 10 als Transitstrecke zwischen Atlantik und Osteuropa.

Wann? – Samstag, 02. Oktober 2021 von 09.45 Uhr bis 13.30 Uhr

Wo? –  Hohenstaufensaal Annweiler am Trifels, Landauer Straße 1

Mehr Infos...


 

SWR-Bericht der B-10-Bereisung vom 10.7.2021

Kein B-10-Ausbau im Pfälzerwald

Kurzes Erklärvideo zum geplanten Ausbau der B 10


 

Kein B-10-Ausbau im Pfälzerwald

Der Pfälzerwald und die Nordvogesen sind von der UNESCO als Modellregion für nachhaltige Entwicklung bereits 1992 als Teil des Weltnetzes der Biosphärenreservate anerkannt worden.

Alte Trasse und Neubau bei Hauenstein im Vergleich Alte Trasse und Neubau bei Hauenstein im Vergleich  (Walter Herzog)

Mit dieser Anerkennung wurde das damals erste internationale Biosphärenreservat kreiert, welches die größte zusammenhängende Waldfläche Westeuropas repräsentiert.

Ein wesentliches Merkmal für die Ausweisung war dessen relative Unzerschnittenheit!

Direkt im Norden ist die Autobahn A 6 und direkt im Süden die Autobahn A 4, die den West/ Ost Verkehr aufnehmen. Für den Ausbau der B10 in der empfindlichsten Zone des Gebietes werden Berge versetzt. Die Planung dieser Straße wurde in der Vergangenheit bereits 8 Mal wegen Tektonik, Topografie, Raumwiderstand und Kosten verworfen, doch diesmal könnte es durchgehen.

Wir brauchen eine andere Verkehrspolitik!
In Zeiten des Klimawandels ist das absolut unverantwortlich, dieses außergewöhnliche internationale (F/D) Schutzgebiet in seiner einmaligen Größe (3105 qkm), mit seiner einzigartigen Biotop- und Artenausstattung (z.B. Wildkatze, Luchs), zu zerstören.
Die Entscheidungsträger unserer staatlichen Stellen, schauen über die Notwendigkeit des Natur-, und Artenschutzes hinweg.
Den Lebensraum von Wilditieren zu schützen, schützt auch den Menschen. Das zeigt uns die Coronapandemie deutlicher denn je.

Es gibt keine Lücke im europäischen Autobahnnetz der Region!
(TEN-Achsen, Trans European Network)

Deshalb werden wir im Wahljahr 2021 (LTW Rheinland-Pfalz im März und BTW im September) eine Kampagne starten.

2022 wird der Bundesverkehrswegeplan evaluiert. Hier ergibt sich ein Ansatzpunkt, das Projekt neu zu bewerten. Die etablierten Parteien, die für 30 Jahre Untätigkeit im Klimaschutz die Verantwortung tragen, müssen sich dieser Verantwortung endlich stellen!

Die derzeitige Corona-bedingte Mittelknappheit der öffentlichen Kassen, verbunden mit der klimabedingten Notwendigkeit einer anderen Verkehrspolitik, kann die goldene Brücke sein, welche es der Politik erlaubt das Projekt fallen zu lassen.

Unsere Alternativen zum BVWP (Bundesverkehrswegeplan)

B 10: Ausbau Landau-Pirmasens

Offizielle Planung: Erweiterung der B 10 Landau-Pirmasens zwischen Hinterweidental und Hauenstein sowie Godramstein und der A 65 auf vier Fahrstreifen

BUND-Alternative: Erweiterung der parallel verlaufenden Queichtalbahn auf bereits einmal vorhandene zwei Gleise, verbunden mit einer Elektrifizierung dieser Strecke. Zudem fordert der BUND eine weiträumige Verkehrslenkung über die parallel verlaufende, teilweise im sechsspurigen Ausbau befindliche A 6 und die französische A 4 an. Außerdem fordert der BUND die Prüfung von Optimierungsmaßnahmen an den Anschlussstellen der B 10.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • keine weitere Zerschneidung des sensibelsten Teiles und der Kernzone des Biosphärenreservats Pfälzer Wald im Bereich zwischen Hinterweidental und Hauenstein, ebenso kein zusätzlicher Eingriff in das Natura 2000 Gebietsnetz
  • keine erhöhte Beeinträchtigung durch zusätzlichen zu erwartenden Schwerverkehr
  • Vermeidung von negativen Auswirkungen auf den Wirtschaftsfaktor Tourismus
  • Kosteneinsparung: nur circa 35 Millionen Euro gegenüber 81 Millionen Euro des offiziellen Projekts

BUND-Anmeldung B 10 für den Bundesverkehrswegeplan

Ausbau der B10 bei Hinterweidenthal (2015)  (Klaus Graßmück / CC BY-SA 2.0)

Podiumsdiskussion zur B 10 vom Februar 2021

05.06.2021 Fahrraddemo auf der B 10

Ab Landau mit vielen NGOs und Fahrradbegeisterten

Es fand eine Fahrraddemo auf der B 10 von Landau bis nach Annweiler statt.
Weitere Informationen hier.


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