Überwinterung als Ei

In Rheinland-Pfalz überwintern nur 15 Tagfalterarten als Ei. Die größte Gruppe bilden dabei die sieben Zipfelfalter: Kleiner Schlehen-Zipfelfalter, Blauer Eichenzipfelfalter, Brauner Eichenzipfelfalter, Pflaumen-Zipfelfalter, Kreuzdorn-Zipfelfalter, Ulmen-Zipfelfalter, Nierenfleck-Zipfelfalter.  Einzige Ausnahme bildet der Grüne Zipfelfalter, der als Puppe überwintert. Auch drei weitere Bläulinge überwintern als Ei: Argus-Bläuling, Kronwicken-Bläuling, Silbergrüner Bläuling, sowie der Dukatenfalter als einziger Feuerfalter. Daneben überwintern ein Ritterfalter, der Apollo und drei Perlmutterfalter als Ei: Brombeer-Perlmutterfalter, Mädesüß-Perlmutterfalter, Feuriger Perlmutterfalter. Die meisten dieser Arten sind aktuell gefährdet oder stehen auf der Vorwarnliste.

Auch der Kronwicken-Bläuling und der Silbergrüne Bläuling (Bild) überwintern als Ei. Die Eier werden in Bodennähe oft an trockene, meist bereits abgestorbene Teile der Fraßpflanzen, oder in deren Nähe, abgelegt.

Ei des Argus-Bläulings im Winter.

Ei des Dukatenfalters an einem trockenen Samenstand des Kleinen Sauerampfers im Winter. Der Dukatenfalter ist der einzige Feuerfalter, der als Ei überwintert.

Auch unser bekanntester Tagfalter der Apollo-Falter überdauert die kalte Jahreszeit als Ei. Die Eier werden zur Überwinterung wie hier an einem Felsen, an Steinen oder an trockenen Pflanzenteilen z.B. einem Ast am Boden, abgelegt. Die Raupe des Apollo entwickelt sich schon vor der Überwinterung im Ei, verläßt die schützende Hülle aber erst im nächsten Frühjahr.

Bei den Perlmutterfaltern überwintert der Brombeer-Perlmutterfalter und der nahe verwandte Mädesüß-Perlmutterfalter als Ei.

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