Lebenszyklus des Schachbrettfalters in Rheinland-Pfalz
Der Schachbrettfalter kommt noch in allen Regionen in Rheinland-Pfalz vor. Die Falter sind auf mageren im Sommer ungemähten Wiesen im Juni und Juli manchmal recht zahlreich beim Saugen an violetten Blüten wie z.B. Flockenblumen oder Disteln zu sehen.
Während die Linien des Schachbrettmusters beim Männchen schwarz sind, sind sie beim Weibchen eher braun.
Auch auf der Unterseite des Hinterflügels sind die Weibchen braun-weiß.
Die Männchen schlüpfen ab Anfang Juni. Kurz nach dem Schlüpfen der Weibchen eine Woche später beginnt bereits die Paarung der Falter.
Die Weibchen setzen sich zur Eiablage auf erhöhten Pflanzen, oft Grashalmen, in ungemähten Wiesen ab und lassen die Eier einfach zu Boden fallen.
Die weißen Eier entwickeln sich in der Bodenstreu.
Nach ca. 14 Tagen schlüpfen die Raupen aus den Eiern. Sie fressen die Eihüllen und verstecken sich anschließend zur Überwinterung in der Bodenstreu.
Nach der Überwinterung beginnen die Raupen ab Ende März / Anfang April an Gräsern zu fressen.
Die Raupen sind jetzt nachtaktiv und erst abends bei Einbruch der Dunkelheit zu sehen.
Die erwachsenen Raupen können grünlich oder bräunlich sein.
Ab Mitte Mai beginnen sie sich am Boden zu verpuppen.
Die Raupe verspinnt vor der Verpuppung zum Schutz einige Grashalme.
Die Puppe täuscht einen Kopf mit Augen vor.
Kurz vor dem Schlüpfen im Juni erkennt man durch die Puppenhülle das namensgebende Schachbrettmuster.
Die Falter fliegen von Mitte Juni bis Mitte Juli.
Sie saugen fast ausschließlich an violetten oder rötlichen Blüten
Sie werden regelmäßig Opfer von Krabbenspinnen, die gut getarnt in den Blüten warten.