Großer Perlmutterfalter (Speyeria aglaja)

Lebenszyklus des Großen Perlmutterfalters in Rheinland-Pfalz

Der Große Perlmutterfalter ist ein Bewohner magerer blütenreichen Wiesen bevorzugt in Mittelgebirgslagen. Er kommt auch auf mageren Waldlichtungen und an breiten Waldwegen vor. Die Raupen leben an Veilchen. Die Falter saugen gerne an violetten Blüten.

Die Weibchen erkennt man oft an den etwas helleren und matteren Farben der Flügeloberseiten.

Auf der Hinterflügelunterseite fehlt im Vergleich zum ähnlichen Feurigen Perlmutterfalter die submarginale Fleckenreihe.

Die Männchen überfliegen die Wiesen und suchen nach frisch geschlüpften Weibchen. Kurze Zeit später kommt es schon zur Paarung.

Die Unterseiten der frisch geschlüpften Falter schimmern grünlich.

Zur Eiablage kriechen die Weibchen oft tief in die Vegetation und kleben die Eier an Veilchen oder benachbarten Pflanzen.

Die gelblichen Eier ähneln sehr stark den Eiern anderer Perlmutterfalter, wie z.B. dem Kaisermantel.

Die Jungraupe überwintert kurz nach dem Schlüpfen in der Streuschicht der Wiese. Im nächsten Frühjahr beginnen sie zu fressen.

Die ausgewachsene Raupe ist schwarz mit Seitenlinien aus roten Punkten direkt unterhalb der Stigmen (Atemöffungen).

Die Raupe verpuppt sich bodennah als Stürzpuppe in einem Gespinst aus Pflanzenteilen  (Bild ist um 90° gedreht).

Ende Juni schlüpfen die ersten frischen Männchen.

Anfang Juli folgen auch die Weibchen.

Früher war es ein gewohntes Bild auf abgelegenen mageren Waldwiesen im Soonwald auch ganze Ansammlungen von Männchen saugend an Fuchskot vorzufinden.

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