Kleiner Perlmutterfalter (Issoria lathonia)

Lebenszyklus des Kleinen Perlmutterfalters in Rheinland-Pfalz

Der Kleine Perlmutterfalter kommt als Wanderfalter in allen Regionen von Rheinland-Pfalz vor. Die Art bevorzugt warme und trockene Lebensräume. Die Falter sind im Sommer (Juli / August) oft auf Stoppelfeldern mit Ackerstiefmütterchen als Unterwuchs zu sehen. Auf Luzernefeldern sind die Falter zu dieser Zeit oft beim Saugen zu beobachten. Sie wärmen sich gerne auf freien Bodenstellen oder auf trockenen Pflanzenresten am Boden auf.

Die Weibchen erkennt man oft an dem etwas dickeren Hinterleib, der bereits beim Schlüpfen einen Großteil der Eier des Falters enthält.

Die Falter saugen im Hochsommer gerne an Luzerne.

Zur Eiablage suchen die Weibchen Felder mit Ackerstiefmütterchen aus.

Die Eier werden bevorzugt an trockene Pflanzenteile in der Nähe von Ackerstüfmütterchen abgelegt.

Die Eier sind gelblich gefärbt und weisen Längsrippen und feine Querrippen auf.

Die Raupen sind zunächst transparent mit schwarzem Kopf und besitzen feine Härchen. Sie fressen die Eischale bis auf den Boden auf.

Die Raupen wachsen sehr schnell. Sie sind zunächst dunkel und werden zunehmend bunter.

Die ausgewachsene Raupe besitzt rotbraune Ringe um die Dornenansätze.

Sie fressen jetzt fast durchgehend.

Bei warmer Witterung verpuppt sich die Raupe bereits ca. drei Wochen nach dem Schlüpfen unter einem dünnen Gespinst, wie hier in der Zucht.

Bereits nach etwas mehr als 10 Tagen schlüpft der Falter. Der Saugrüssel besteht noch aus zwei Halbrohren, die nach dem Schlupf verklebt werden müssen.

Schon kurz nach dem Schlüpfen beginnt bereits wieder der neue Zyklus. Die Art überwintert als Raupe.

Selten treten, wie bei diesem Falter, z.B. durch Hitze oder Kälte untypische Färbungen auf. Man bezeichtet solche ungewöhnlichen Färbungen als Aberration.

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