Kleiner Schillerfalter

Schlau und verspielt...

Das Bild zeigt ein Männchen des Kleinen Schillerfalters beim Saugen auf der Hand des Fotografen in den Rheinauen bei Ingelheim. 

Verschiedene Formen...

Hier saugt ein Männchen (der Nominatform) des Kleinen Schillerfalters an feuchter Erde auf einem Weg.

Beim Kleinen Schillerfalter kommen verschiedene Formen vor. Hier saugt ein Rotschiller (Apatura ilia f. clytie) am Boden.

Ein aufgeschreckter Falter (Rotschiller) beobachtet das Treiben auf dem Weg von einer schmalblättrigen Weide am Rheinufer aus.

Eher selten sind die Weibchen (Rotschiller) am Boden zu sehen. Sie halten sich vorwiegend in den Baumkronen auf und saugen dort vor allem an den Ausscheidungen von Blattläusen.

Bei diesem Männchen handelt es sich um eine dunkle Form des Kleinen Schillerfalters (Apatura ilia f. iliades).

Ein Kleiner Schillerfalter der dunklen Form glänzt im Sonnenlicht.

Es beginnt mit einem Ei auf einer Zitterpappel...

Die Eier des Kleinen Schillerfalters werden eher selten gefunden. Hier ein unbefruchtetes Ei auf einer Zitterpappel in 2m Höhe im Soonwald - direkt daneben fraß eine Raupe des Kleinen Schillerfalters.

Die L1-Raupe des KLeinen Schillerfalters besitzt noch keine Kopfhörner. Die hier abgebildete L2-Raupe verfügt über diese für Schillerfalter typischen Hörner. Bei der L2-Raupe sind die Hörner am Ende stärker verzweigt als beim Großen Schillerfalter.

Die Raupe befrisst das Blatt zwar auch vor allem im Bereich der Blattspitze, aber sie hinterlässt nicht ein ähnlich typisches Fraßbild wie die Raupe des Großen Schillerfalters.

Auch die L3-Raupe ist zunächst noch grünlich gefärbt. Die Kopfhörner sind aber nur noch minimal verzweigt.

Überwinterung

Im Oktober, wenn die Blätter sich zu verfärben beginnen, verlieren auch die Raupen ihre grünliche Farbe und werden jetzt braun-grau. Sie verlassen die Blätter und suchen sich einen passenden Platz auf einem Zweig.

Sie überwintern fast immer neben einer Knospe oder direkt an der Spitze eines Zweiges. Sie spinnen sich dazu mit Raupenseide ein Spinnpolster auf den Zweig. Dann krallen sie sich auf dem Polster fest und schmiegen sich sehr eng an eine Knospe.

Auch Eis und Schnee können den Raupen jetzt nicht viel anhaben. Vertrocknen im Frühjahr und Vogelfraß sind für die Raupen sicher größere Risiken.

Sobald die Pappeln wieder austreiben, beginnen die Raupen an den Blättern zu fressen.

Nachdem die Raupen wieder zu Fressen begonnen haben verfärben sie sich auch bald wieder grünlich.

Jetzt im Frühjahr steht die Nahrungsaufnahme an erster Stelle und schon bald ist die Haut zu eng geworden.

Nach der dritten Häutung hat die Raupe ihre endgültige Form und die jetzt grasgrüne Färbung angenommen.

Die Kopfhörner sind bei der L4-Raupe wieder stärker verzweigt. Seitlich sind jetzt gelbliche Querstriche zu erkennen und auf dem Rücken ist eine warzenähliche Ausstülpung deutlich sichtbar.

Im Vergleich zur L5-Raupe des Großen Schillerfalters wirkt sie schlank und elegant.

Sie entwickelt sich jetzt schnell.

Sie füllt jetzt das Fraßblatt fast komplett aus.

Trotz ihrer beachtlichen Größe ist sie aufgrund der farblichen Feinabstimmung mit den Blättern der Zitterpappel sehr gut getarnt.

Kurz vor der Verpuppung spinnt sie sich auf der Rückseite eines Blattes an und verharrt einige Tage so als Vorpuppe. Die Farbe ist jetzt durch das bevorstehende Ablösen der Haut schon etwas blasser geworden.

Die Puppe scheint aufgrund ihre Farbe noch besser getrarnt zu sein, wird aber trozdem des öfteren Opfer von Vögeln.

Sie sieht fast wie die Unterseite eines Blattes aus.

Nach 2-3 Wochen erscheinen ab Mitte Juni die frischen Falter.

Ein frisches Weibchen der Rotschiller-Form sitzt auf dem Blatt.

Meist schlüpfen aber die Männchen, wie hier ein Männchen der Rotschiller-Form, früher als die Weibchen. Der Falter auf dem Bild saugt an einer Wegschranke auf einem Waldweg.

Typisch für das Verhalten der Falter ist ihr Auffliegen bei Störungen und dann erst ein Beobachten aus sicherer Entfernung von einem Baum aus bis die Lage wieder bereinigt ist.

Sehr genau wird beobachtet, was sich da unten abspielt.

Aber schon bald ist das Ende der Lebensspanne erreicht. Die Falter sind dann oft schon abgeflogen...

Normalerweise lebt der Kleine Schillerfalter in einer Geneartion pro Jahr. In warmen Regionen, in denen die Pappeln schon früh austreiben, wie hier am Rhein zwischen Bingen und Mainz kann man im August eine partielle zweite Generation der Falter beobachten.

Nicht selten kommen in den gleichen Biotopen der Große und der Kleine Schillerfalter vor. Hier saugen beide am Rückstand von Hunde-Urin, dass die Vierbeiner an der Eiche vor ihrer täglichen Runde durch den Wald hier immer gerne hinterlassen.

Noch einmal die gleichen Falter wie oben - dieses Mal zeigen sie auch die Flügelunterseiten.

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