BUND Landesverband
Rheinland-Pfalz

Lebenszyklus des Großen Schillerfalters

Es beginnt im Juli mit einem kleinen grünen Ei auf dem Blatt einer Salweide ...

Frisch abgelegtes Ei des Großen Schillerfalters auf der Oberseite eines Blattes einer Salweide im Binger Wald.

Nach ein bis drei Tagen hat sich das Ei an der Basis violett eingefärbt...

Einige Tage später hat sich die violette Färbung nach oben hin ausgebreitet.

Und nach 8 bis 10 Tagen ist die jetzt dunkle, violette Färbung oben angekommen.

Die Raupe schlüpft...

Da hebt jemand den Deckel an...

die Luft ist rein, jetzt schnell raus hier...

Gleich ist es geschafft. War ganz schön eng in der Eihülle.

Jetzt erst mal den Hunger stillen...

Und nun noch schnell auf meinen Platz.

Bald ist die Haut zu eng und die Raupe häutet sich zum ersten Mal. Ihre Hörner erscheinen.

Nach dem vielen Fressen schnell noch eine Häutung vor dem Winter...

Mit der neuen Haut lässt es sich entspannter Fressen.

Und dann schnell auf den Ast, bevor das Blatt abgefallen ist.

Überwinterung in Schnee und Eis

Sylvester mit Eis...

... oder sogar komplett unter einer Eisschicht.

Frühjahr im Binger Wald

Die Knospen der Salweide beginnen auszutreiben und die Raupe fängt schon wieder mit dem Fressen an.

Die Raupe wird bald wieder grün.

Schnell noch einmal Häuten.

Jetzt ist sie schon 4 cm groß.

Mit ihren Hörnern ist sie wunderschön anzusehen. Noch eine Runde Fressen, bevor die große Verwandlung beginnt.

Verpuppung

Unter einem Blatt spinnt sich die Raupe mit dem Kopf nach unten an.

Die Verwandlung beginnt mit dem Aufplatzen der Raupenhaut im Nackenbereich.

Nach einigen wilden Zuckungen ist die Haut abgestreift, es erscheint die Puppenhülle.

Der Falter erscheint

Die Weibchen sind braun und weiß gemustert.

Noch vor den Weibchen sind die Männchen erschienen, sie warten schon. Ihre Flügel schillern in Abhängigkeit der Stellung des Flügels zum einfallenden Sonnenlicht blau. Die Farbe wird durch winzige Abstände der Schuppen erzeugt. Durch dieses Schillern können sie über große Entfernungen von den Weibchen wahrgenommen werden. Die Falter treffen sich auf Baumkronen hoher Bäume (z.B. Eichen) zur Paarung.

Sie saugen gerne Mineralien und Salze vom Boden oder von der Hand des Beobachters auf.

Manchmal treten seltene dunkle Formen des Großen Schillerfalters auf.

Der sonst weiße Keil auf der Unterseite ist bei dieser Form dunkler oder sogar fast schwarz.

Die verwandten Kleinen Schillerfalter leben oft in den gleichen Lebensräumen.

Die Unterschiede zwischen beiden Arten sind auf der Unterseite leichter zu erkennen.

Jetzt schließt sich der Kreis...

Die Männchen sind schon seit Mitte Juli verschwunden. Die Weibchen legen bis Ende Juli ihre Eier ab und können dann noch ein letztes Mal an der feuchten Erde saugen. Ihre Nachkommen werden schon bald aus den Eiern schlüpfen und der Kreislauf beginnt von Neuem.

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