Pflaumen-Zipfelfalter (Satyrium pruni)

Lebenszyklus des Pflaumen-Zipfelfalters in Rheinland-Pfalz

Der Pflaumen-Zipfelfalter kommt in Rheinland-Pfalz noch in allen Regionen vor. Die Tiere leben versteckt in den Kronen von Schlehenhecken und werden deshalb häufig nicht gesehen.

Nur selten kann man Schlehen-Zipfelfalter in Bodennähe beobachten. Die Falter halten sich meist auf oder in direkter Nähe von Schlehen auf. Sie können aber auch auf Pflaumen im Garten oder in Streuobstwiesen gefunden werden.

Die Weibchen legen die Eier oft bodennah an den Stämmen oder Zweigen von Schlehen ab. Die Eiablage erfolgt im Sommer (Juli/August). Anschließend überwintern die Eier. Schon sehr früh im nächsten Jahr (März) schlüpfen die Raupen aus den Eiern.

Oft schon mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des neuen Jahres, wenn die Blütenknospen der Schlehen kurz vor dem Aufbrechen sind, schlüpfen die Raupen schon im März aus den Eiern. Sie fressen zunächst an den Blütenknospen und sind dafür optimal getarnt.

Die Raupen fressen an den Blüten der Schlehen und sind zwischen zwei Knospen kaum zu erkennen.

Nach dem Verblühen der Schlehen wechseln die Raupen auf die Unterseiten der sich entfaltenden Blätter und verfärben sich langsam mehr grünlich.

Die L3-Raupe ist noch abwechselnd braun und grünlich und sitzt jetzt oft unter den Blättern.

Nach der dritten Häutung hat die Raupe jetzt eine grüne Grundfarbe angenommen und hält sich weiter vorwiegend auf den Unterseiten der Blätter auf.

Die L5-Raupe ist jetzt grün. Sie sitzt während der Fresspausen oft auf den Ästen der Schlehe, wo sie durch die jetzt vollständig ausgetriebenen Blätter kaum zu sehen ist. Mit etwas Glück kann man sogar das Köpfchen mit den Augen und den Kauwerkzeugen sehen.

Auf dem Rücken zeigt die Raupe noch kleine rotbraune Flecken, die arttypisch sind.

Kurze Zeit später hat sie sich auf einem Blatt oder auf einem Zweig angesponnen.

Sie verpuppt sich als Gürtelpuppe am Ast oder auf der Blattoberseite und ist zunächst grün.

Schon einige Stunden später hat sich die grüne Puppe in ein Häufchen “Vogelkot” verwandelt.

Schon ca. zwei Wochen später schüpft der Falter.

Frischer Falter auf einem Schlehenblatt.

Die Falter saugen gerne an weißen Blüten wiehier an einer Brombeere.

Aber auch die Ausscheidungen der Läuse sind als Nahrung sehr begehrt.

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