Lebenszyklus des Ulmen-Zipfelfalters in Rheinland-Pfalz
Der Ulmen-Zipfelfalter kommt in Rheinland-Pfalz noch in allen Regionen vor. Die Tiere leben versteckt in den Baumkronen der Ulmen und werden deshalb häufig nicht gesehen.
Nur selten kann man Ulmen-Zipfelfalter in Bodennähe beobachten. Hier saugt ein Falter an den sehr beliebten weißen Blüten des Ligusters.
Die Weibchen legen die Eier oft direkt am Knospenansatz an der Triebspitze der Ulmen ab.
Nach der Überwinterung im Ei schlüpfen die Raupen schon mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zeitgleich mit dem Beginn der Ulmenblüte im März.
Die Raupen fressen an den Blüten der Ulmen und sind in diesen optimal getarnt.
Die jungen Raupen haben eine rötlich-braune Färbung und kriechen oft tief in die Blüte. In der Blüte sind sie geschützt vor dem oft noch kühlen Wetter.
Die L3-Raupe ist dann abwechselnd braun und grünlich und sitzt jetzt oft unter den Blattknospen, die sehr ähnlich gemustert sind.
Sie frisst jetzt an den sich entwickelnden Samenständen der Ulme.
Die L4-Raupe hat wieder die Farbe gewechselt. Sie ist jetzt grün und passt auch jetzt farblich optimal zu den sich entwickelnden Samen und den frisch austreibenden Blättern der Ulme.
Auch die L5-Raupe ist grasgrün und weiß behaart. Sie tarnt sich jetzt auf und zwischen den Blättern.
Kurz vor der Verpuppung färbt sie sich wieder bräunlich.
Sie verpuppt sich zwischen zusammengsponnen Blättern.
Ca. 3 Wochen nach der Verpuppung schlüpft der Falter aus der Puppenhülle.
Schon kurz danach verschwinden sie in die Krone der Ulme um Ausschau nach einem Partner zu halten.
Dieses Weibchen hat bei seinem ersten Blütenbesuch am Großen Ehrenpreis bereits mit dem Leben bezahlt. Eine gehöckerte rosa Krabbenspinne hatte in der Blüte gewartet und dann gleich zugeschlagen.
Dieses Männchen hat etwas mehr Glück gehabt und saugt an den weißen Blüten eines Doldenblütlers.