Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus)

Lebenszyklus des Himmelblauen Bläulings (Lysandra bellargus) in Rheinland-Pfalz

Der Himmelblaue Bläuling kommt in Rheinland-Pfalz nur noch an wenigen Stellen vor. Die Art ist ein Bewohner von Kalkmagerrasen mit Vorkommen von Hufeisenklee oder Bunter Kronwicke, den Futterpflanzen seiner Raupen.

Die Weibchen sind braun mit von der Körpermitte her blau übergossenen Anteilen und einem Band oranger Punkte in der Submarginalbinde.

Die Flügeloberunterseiten sind bei den Männchen braungrau mit einem Muster aus großen schwarzen Punkten und orangen Punkte in der Submarginalbinde.

Die Flügelunterseiten der Weibchen sind sehr ähnlich aber etwas mehr bräunlich.

Nach der Überwinterung als Jungraupe schlüpfen die Falter der ersten Generation ab Mitte Mai. Ende Mai kann die Paarung mit den jetzt frisch schlüpfenden Weibchen beobachtet werden.

Ab Anfang Juni beginnt die Eiablage auf den Oberseiten der Blätter des Hufeisenklees oder der Bunten Kronwicke.

Etwas mehr als zwei Wochen nach der Eiablage schlüpft die Raupe und beginnt mit ihrem Schabfraß.

Nach der zweiten Häutung ist das typische grün-gelb-schwarze Muster der Art bereits zu erahnen.

Die Raupe wirkt durch ihr Farbmuster zunächst sehr auffällig, ist aber auf ihren Futterpflanzen durch das Streifenmuster optimal getarnt und sehr schwer erkennbar. Sehr häufig werden die Raupen von Ameisen verschiedener Arten beschützt.

Die Verpuppung erfolgt vor Austrocknen geschützt am Boden in Felsspalten oder unter Steinen.

Im Juli schlüpft bereits die zweite Generation der Falter.

Viele Weibchen sind blau bestäubt und deshalb leicht von den zur gleichen Zeit fliegenden Weibchen des Silbergrünen Bläulings zu unterscheiden.

Die braunen Weibchen dagegen sind nur schwer von den Weibchen des Silbergrünen Bläulings unterscheidbar.

Oft hilft zur genauen Unterscheidung dann nur die Unterseite.

Die Weibchen der zweiten Generation können noch bis September bei der Eiablage angetroffen werden. Die Raupen schlüpfen noch aus den Eiern und überwintern nach der zweiten Häutung am Fuß der Raupenfraßpflanzen.

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