Silbergrüner Bläuling (Lysandra coridon)

Lebenszyklus des Silbergrünen Bläulings (Lysandra coridon) in Rheinland-Pfalz

Der Silbergrüne Bläuling kommt in Rheinland-Pfalz nur noch an wenigen Stellen vor. Die Art ist ebenso wie der Himmelblaue Bläuling ein Bewohner von Kalkmagerrasen mit Vorkommen von Hufeisenklee oder Bunter Kronwicke, den Futterpflanzen seiner Raupen.

Die Weibchen sind einfarbig braun ohne blaue Übergießung, aber einem Band schwarz gekernter oft nur schwacher oranger Punkte in der Submarginalbinde.

Die Flügeloberunterseiten sind bei den Männchen silbergrün mit einem Muster aus großen schwarzen Punkten und orangen Punkte in der Submarginalbinde.

Die Flügeloberunterseiten bei den Weibchen sind dunkelbraun mit einem Muster aus großen schwarzen Punkten und den orangen Punkte in der Submarginalbinde.

Nach der Überwinterung als Ei schlüpfen die Falter erst nach einer langen Raupenentwicklung im Juli. Schon kurz danach findet die Paarung mit den dann frisch schlüpfenden Weibchen statt.

Ab Mitte Juli beginnt die Eiablage bodennah an den Stängeln des Hufeisenklees oder der Bunten Kronwicke.

Die Eier der beiden Schwesterarten Silbergrüner Bläuling und des Himmelblauen Bläulings sind sehr ähnlich, werden aber unterschiedlich abgelegt.

Die Eier überwintern und ab März des Folgejahres beginnen die Raupen zu schlüpfen.

Die Raupen entwickeln sich nur sehr langsam und leben sehr versteckt an den Stängeln und unter den Raupenfraßpflanzen.

Nach jeder Häutung nimmt die Raupe mehr und mehr die typische grün-gelb-scharze Musterung ähnlich wie die der Raupen des Himmelblauen Bläulings an.

Mitte Mai sind die Raupen verpuppungsreif.

Die Verpuppung findet bodennah unterhalb der Pflanzen statt.

Nach einer langen Puppenruhe von ca. 30 Tagen schlüpfen die ersten Männchen ab Ende Juni.

Kurz danach beginnen auch die Weibchen zu schlüpfen und der Zyklus beginnt von neuem. Nach der Überwinterung der Eier sind ab März des Folgejahres wieder die Raupen unterwegs.

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