Distelfalter (Vanessa cardui)

Lebenszyklus des Distelfalters

Ein Migrant aus Afrika...

Distelfalter wandern im Frühjahr teilweise aus der Sahel-Zone südlich der Sahara bis zu uns nach Rheinland-Pfalz ein. Die Falter erzeugen bei uns zwei Generationen und einige der Enkel wandern im Herbst in südliche Richtungen zurück.

Distelfalter saugen gerne an Disteln oder an ähnlichen violetten Blüten, wie hier an einer Flockenblume. Auf dem Bild ist ein frisch geschlüpfter Falter der Sommergeneration zu sehen.

Im Mai wandern Distelfalter mit den zu dieser Zeit typischen Saharawinden oft in riesigen Schwärmen zu uns ein. Sie sind dann oft schon etwas abgeflogen, wenn sie hier eintreffen.

Nach der Einwanderung beginnt die Balz und es kommt zur Paarung der Falter.

Die Eiablage erfolgt bei uns in der Regel auf Disteln. Die Eier werden einzeln auf die Oberseite der Blätter abgelegt.

Stark abgeflogener Distelfalter nach Einwanderung und Fortpflanzung am Endes seines Lebenszyklus Anfang Juni im Mainzer Sand.

Die Eier sind hellgrün und haben die für Edelfalter typische Form. Beim Distelfalter sind die eng aufeinanderfolgenden Längsrillen deutlich erkennbar.

Die Raupen des Distelfalters leben unter einem Gespinst auf den waagerechten Blättern der Distel.

Die Raupe verpuppt sich in der Nähe der letzten Fraßpflanze. Manchmal ist die gedrungene Puppe mit einem goldenen schimmernden Film überzogen.

Nach dem Schlüpfen der ersten Generation ab Ende Juni kommt es bei günstigen Bedingungen zur erneuten Eiablage der frisch geschlüpften Falter. Die Falter der zweiten Generation schlüpfen dann im September und wandern teilweise wieder zurück über die Alpen.

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