Großer Fuchs (Nymphalis polychloros)

Lebenszyklus des Großen Fuchses

Ein früher Bewohner der Waldränder

Auf dem Bild ist ein frisch geschlüpfter Falter im Juli zu sehen. Kurz nach dem Schlüpfen suchen die Falter schon einen Überwinterungsplatz auf.

Der Große Fuchs überwintert als Falter und erscheint dann schon früh im folgenden Jahr mit den ersten warmen Tagen im Februar / März. Er ist ein Bewohner der Waldränder.

Nach dem Verlassen der Überwinterungsplätze an den ersten warmen Tagen des Jahres, wärmen sich die Falter gerne bei Sonnenschein auf am Boden liegendem trocken Laub.

Schon bald beginnt die erste Nahrungsaufnahme, oft an den ersten blühenden Salweiden.

Es wird intensiv gesaugt, der Winter war lang.

Auch Schlehen werden gerne besucht.

Am liebsten saugen die Falter aber an austretenden Baumsäften.

An frisch abgeschnittenen Ästen treibt der Saft nach oben - eine willkomme "Tankstelle" für den Großen Fuchs.

Auch Blüten der ersten Blumen werden nicht verschmäht.

Selbst ausgewilderte Gartenpflanzen werden ausnahmsweise angeflogen.

Auf Salweiden können auch die ersten Treffen der Geschlechter stattfinden.

Hier wurde die eigene Art (Großer Fuchs) mit der Kleinen Schwester (Kleiner Fuchs) verwechselt...

Kurz nach Balz und Paarung beginnt auch schon die Eiablage. Dazu werden wärmebegünstigte geschützte Bäume ausgesucht - hier eine kleine Salweide in einem ehemaligen Steinbruch.

Die Eier werden schön sortiert um einen kleinen Zweig abgelegt.

Die Knospen der Kirschblätter waren Mitte März noch nicht geöffnet.

In Reih und Glied sind die Eier am Ast angeordnet.

Die hellen Eier werden schnell etwas bräunlich.

Die Eier entwickeln sich unterschiedlich schnell. Bei ungünstiger Witterung (Frost) schlüpfen nur wenige Raupen.

In kühlen Jahren dauert es erheblich länger bis die Raupen schlüpfen.

Die Eiraupen sammeln sich am Ast und beginnen ein Gemeinschaftsgespinst zu spinnen.

Sie leben aber vorwiegend auf dem Gespinst.

Unter den Blättern sind sie etwas vor Kälte und den Blicken der Fressfeinde geschützt.

Größere und kleinere Raupen bleiben zusammen.

Die Raupen werden zunächst dunkeler.

Sie leben lange gesellig und fressen äußere Zweige fast komplett ab.

Die L5-Raupen werden wieder etwas bunter.

Die Gruppen werden jetzt kleiner.

Gegen Ende der Raupenzeit vereinzeln sie sich.

Zur Verpuppung lassen sie sich oft vom Baum zu Boden fallen und verpuppen sich bodennah an Sträuchern. (hier ein Studiofoto)

Die Frische Puppe wird überzogen von einer Flüssigkeit, die auf das Aussehen der Puppe Einfluß hat.

Jetzt wird in der Puppenhülle alles umgebaut.

Schon bald wird sich der Falter zeigen.

Mittlerweile ist es Juni geworden und die frischen Falter beginnen zu schlüpfen.

Sie wärmen sich, saugen oft an Pfützen auf Wegen und an Kot am Boden.

Nach zwei Wochen sind sie bereits in Waldnähe an geschützte Orte verschwunden.

In ihren Lebensräumen sind sie jetzt bis zum nächsten Frühjahr nur selten noch zu sehen.

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