Kleiner Fuchs (Aglais urticae)

Lebenszyklus des Kleinen Fuchses

der Kleine Bruder vom Großen Fuchs...

Der wunderschöne Kleine Fuchs ist einer unserer noch fast überall vorkommenden Tagfalter.

Der Kleine Fuchs überwintert als Falter an geschützten Stellen.  Schon an den ersten warmen Tagen im Februar oder März verlässt er sein Winterversteck und wärmt sich auf offenen Bodenstellen in geschützten Lagen.

An südexponierten Waldrändern nutzt er auch trockenes Laub um sich aufzuwärmen.

Die jetzt noch spärlich vorhandenen Blüten werden als Nahrungsquelle genutzt, hier die Blüten einer frühen, geschützt stehenden Taubnessel.

Begehrt sind auch die Blüten der jetzt reichlich vorhandenen Schlehen.

Auch die Kätzchen der Salweiden werden als Nektarquelle genutzt.

Auch an den Blüten des Löwenzahns wird jetzt gerne gesaugt.

Die Männchen besetzen schon bald Reviere an geschützten Stellen und beim Antreffen eines vorbeifliegenden Weibchen beginnt sofort die Balz. Das Männchen folgt dem Weibchen und versucht es mit den Fühlern zu betrillern.

Die Annäherungsversuche werden immer intensiver... Kurz danach kommt es meisst abseits von neugierigen Blicken zur Paarung.

Nicht immer erwischt das Männchen dabei den richtigen Partner, wie hier ein Tagpfauenauge...

Kurz nach der Paarung beginnen die Weibchen oft bereits Ende März oder Anfang April mit der ersten Eiablage an frisch austreibenden wärmebegünstigt stehenden Brennnesseln.

Die Eier werden in Haufen von 100 bis 200 Eiern auf der Unterseite eines Brennnesselblattes angeheftet.

Die Eier haben die für Edelfalter typische Tönnchenform. Sie besitzen 8 Längsrillen und sehr fein angedeutete Querrillen.

Je nach Witterung schlüpfen die Raupen nach ca. einer Woche.

Die jungen Raupen sind oft hellgefärbt mit schwarzen Köpfen. Das spätere Streifenmuster ist oft schon angedeutet.

Die Raupen leben in Gemeinschaftsgespinsten und sind so gegen kleinere Feinde etwas besser geschützt.

Ab der vorletzten Häutung treten die gelb-schwarzen Streifen stärker hervor. Allerdings variert die Färbung mal sträker zum Gelben, mal stärker zum Schwarzen.

Schon nach vier bis sechs Wochen beginnt die Verpuppung.

Die Verpuppung kann auch an der letzten Fraßpflanze der Raupen erfolgen.

Manche Puppen nehmen einen goldenen Schimmer an, andere sind grau-schwarz meliert.

Schon ca. eine Woche nach der Verpuppung können bei warmer Witterung die Falter schlüpfen.

Die Farben der frischen Falter sind sehr intensiv.

Manche Exemplare sind aber auch etwas blasser gezeichnet.

Nach kurzem Aufwärmen beginnt schon bald die Nahrungssuche.

Den Faltern der ersten frischen Generation des Jahres steht im Frühsommer ein rein reichhaltiges Nahrungsangebot zur Verfügung, wie hier dei Beliebten Bülten des wilden Majorans (Dost).

Auch Alant ist sehr beliebt beim Kleinen Fuchs.

Deshalb muss man manchmal die Blüte mit einem Artgenossen teieln.

In nährstoffarmen Wiesen blühen jetzt auch die Wiesenwitwenblumen, an denen ebenfalls gerne gesaufgt wird.

In einigen kühleren Lagen hat auch der Schlangenknöterich zu blühen begonnen, die Blüten werden ebenfalls gerne zu Saugen aufgesucht.

Bei passender Witterung wird jetzt bald die nächste Generation angelegt. In zu warmen Jahren ziehen sich auch jetzt schon Falter zur Überwinterung zurück. In den meisten Jahren kommt es im Spätsommer zum Erscheinen der frischen Falter der 2. neuen Generation des Jahres. In günstigen Jahren wird auch noch eine partielle 3. Generation angelegt.

Aber bei jedem Falter ist irgendwann das Lebensende erreicht. Oft werden die Falter schon früh Opfer von Fressfeinden. Manche Falter schaffen es aber diesen zu entkommen und enden mit stark ausgefransten Flügeln als Methusalem.

Nicht wenige Tiere erwischt es aber auch schon als Raupe, wie hier eine L5-Raupe, die von einer Krabbenspinne erbeutet wurde.

Spätestens im Oktober ist nach einer letzten Nahrungsaufnahme die Suche nach einem geschützen Ort zum Überwintern angesagt.

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