Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Lebenszyklus des Aurorafalters in Rheinland-Pfalz

Der Aurorafalter kommt in Rheinland-Pfalz noch in fast allen Regionen vor. Er gilt als Frühlingsbote Die Art überwintert als Puppe und schlüpft bereits im April.

Kurz vor dem Schlüpfen der Falter verfärbt sich die Puppe.

Die Falter müssen nach dem Schlüpfen zunächst ihre Flügel entfalten. Dazu krabbeln sie auf die nächstgelegene Pflanze.

Dann wird Körperflüssigkeit (Hämolymphe) in die Flügeladern gepumt. Die Flügel sollten dazu frei nach unten hängen.

Nach und nach spannen sich die Flügel auf. Anschließend müssen die jetzt glatten Flügel aushärten. Zum Abschluß des Schlüpfvorgangs werden noch die Rüsselhalbrohre miteinander verschweisst.

Fertig ist der frisch geschlüpfte Falter...

Die Flügelunterseite ist mindestens genauso schön, wie die Oberseite.

Den Weibchen fehlt die auffällige orange Flügelspitze. Sie sind deshalb besser getarnt und leben länger als die Männchen.

Die Weibchen sind deshalb wesentlich entspannter unterwegs, im Vergleich zu den sehr hektischen Männchen.

Abends suchen beide Geschlechter geschützt stehende Pflanzen zum gemeinsamen übernachten. Sie sind jetzt durch die grüne Unterseite hervorragend getarnt.

Schon bald beginnt die kurze Balz und die Paarung.

Mit der Eiablage an z.B. Wiesenschaumkraut oder Knoblauchsrauke beginnt der neue Lebenszyklus.

Die jungen Raupen ähneln denen des Reseda-Weißlings.

Die älteren nun grünen Raupen ähneln dann mehr den Raupen des Grünader-Weißlings. Sie fressen aber die Samenschoten der Kreuzblütler und ruhen in der typischen "Schlangenhaltung".

Oft schon im Juni verpuppt sich die Raupe und hängt dann regungslos für ca. 9 Monate gut getarnt an einer Pflanze. Nach der Überwinterung wird sie mit etwas Glück im nächsten April schlüpfen.

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