Leguminosen-Weißling (Leptidea sinapis/juvernica)

Lebenszyklus des Leguminosen-Weißlings in Rheinland-Pfalz

Der Leguminosen-Weißling ist in Rheinland-Pfalz selten geworden. Die Art gehört zu einem Artenkomplex (Leptidea sinapis/juvernica) von zwei Arten, die aufgrund von Bildern nicht unterscheidbar sind. Deshalb sprechen wir im Folgenden nur vom Leguminosen-Weißling. Auch Senf-Weißling oder Schmalflügel-Weißling sind gebräuchliche Namen.

Der Leguminosen-Weißling überwintert als Puppe an holzigen Pflanzenteilen in Bodennähe.

Kurz vor dem Schlüpfen des Falters ist die Zeichnung des Flügels bereits durch die Puppenhaut erkennbar.

Schon im April schlüpfen die Falter der ersten Generation.

Die Falter saugen an fast allen Blüten, die zu dieser Zeit bereits verfügbar sind, wie auf dem Bild an Wiesenschaumkraut.

Bei ungünstiger Witterung verweilen die Falter manchmal gemeinsam auf Pflanzen am Boden.

Noch im April findet auch die Balz und Paarung statt. Anschließend beginnen die Weibchen mit der Eiablage an Leguminosen, insbesondere Wicken und Platterbsen.

Die Eier haben eine Spindelform und sind zunächst milchig-weiß. Sie werden schnell gelblich, wie auf dem obigen Bild.

Ende April / Anfang Mai schlüpfen bereits die Raupen aus den Eiern.

Die Raupen entwickeln sich bei günstiger Witterung im Mai sehr schnell.

Anfang Juni verpuppen sich bereits die ersten Raupen.

Ab Mitte Juni fliegen bereits die Falter der zweiten Generation des Jahres.

Die Männchen sieht man oft am Boden oder auf niedrigen Pflanzenteilen sitzen.

Platterbsen und Wicken werden auch gerne zum Saugen aufgesucht.

Im Sommer wird oft noch eine dritte Generation angelegt.

Die letzten Falter fliegen bis Mitte September.

Die Raupen der überwinternden Generation verpuppen sich noch und überwintern dann als Puppe, um im nächsten Jahr im April als Falter zu schlüpfen.

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