Weißklee-Gelbling (Colias hyale)

Lebenszyklus des Weißklee-Gelblings in Rheinland-Pfalz

Der Weißklee-Gelbling kommt in Rheinland-Pfalz in fast allen Regionen vor. Die Art ist ein Bewohner von kleereichem Grünland. Vom Aussehen her ist die Art nicht vom Hufeisenklee-Gelbling zu unterscheiden. Die älteren Raupen (ab L3) beider Arten unterscheiden sich deutlich durch ihre Färbung: grün mit zwei Streifen mit gelben Punkten an den Seiten beim Weißklee-Gelbling - Grün mit vier gelben Streifen und schwarzen Flecken beim Hufeisenklee-Gelbling.

Weißklee-Gelbling und Hufeisenklee-Gelbling sind nur vom äußeren Erscheinungsbild her faktisch nicht unterscheidbar.

Die Männchen sind auf der Flügelunterseite einheitlich gelb gefärbt.

Ein Weibchen aus einer Zucht kurz nach dem Schlüpfen.

Die Falter setzen sich gerne zum Aufwärmen auf offene Bodenstellen oder trockene Streu. Aber auch die Paarung kann am Boden oder auf Pflanzen stattfinden, typischerweise wie hier z.B. im Luzernefeld.

Ein frisch abgelegtes Ei auf der Oberseite eines Luzerneblattes. Neben Luzerne können auch andere Kleearten wie auch Hufeisenklee oder die Bunte Kronwicke und weitere von dieser Art belegt werden.

Die zunächst milchig-weißen Eier färben sich schon bald rötlich.

Typisch für die junge Raupe (L1) ist die grüne Körperfarbe und die schwarze Kopfkapsel. Sie ist jetzt noch nicht von der Schwesterart (Hufeisenklee-Gelbling - Colias alfacariensis) unterscheidbar.

Die L2-Raupe hat eine grüne Kopfkapsel ist aber immer noch nicht von der Raupe des Hufeisenklee-Gelblings unterscheidbar.

Ab der zweiten Häutung (L3-Raupe) lassen sich die Raupen der beiden Arten unterscheiden. Beim HufeisenkleeGelbling sind die vier gelben Streifen erkennbar und es erscheinen nach und nach die noch schwach ausgeprägten schwarzen Flecken.

Nach der dritten Häutung ist die Raupe eindeutig dem Weißklee-Gelbling zuzuordnen.

Die Raupen (L5) sind ebenso klar unterscheidbar. Bei Luzerne kommt natürlich sowieso nur der Weißklee-Gelbling (oder der Wander-Gelbling) in Frage.

Kurz vor der Verpuppung ist die Haut prall gespannt.

Nach der Häutung erscheint die grün-gelbe Puppe, die jetzt wieder der Puppe des Hufeisenklee-Gelblings gleicht.

Erst kurz vor dem Schlüpfen des Falters aus der Puppe ist die Färbung der Flügel zu erkennen.

Kurze Zeit später ist der Falter geschlüpft.

Die Raupen der dritten Generation überwintern als junge Raupen nach der zweiten Häutung (L3), z. B. wie hier an der trockenen Luzerne.

Im nächsten Jahr entwickelt sich die Raupen dann weiter bis zur Verpuppung und zum Falter.

Anfang Mai schlüpfen dann in warmen Regionen die ersten Falter.

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