Baum-Weißling (Aporia crataegi)

Lebenszyklus des Baum-Weißlings in Rheinland-Pfalz

Der Baum-Weißling kommt in Rheinland-Pfalz nur noch selten vor. Typisch sind kurzfristige sehr lokale Massenvermehrungen, oft an Hecken neben stark befahrenen Straßen. Nach wenigen Jahren ist die Art dann oft wieder verschwunden.

Der Baum-Weißling ist aufgrund seiner weißen Grundfarbe und der schwarzen Flügeladerung unverwechselbar.

Die filigranen Flügel sehen zerbrechlich aus. Die Falter sind aber sehr flugstark.

Der Baum-Weißling überwintert in einem Gespinst mit Blättern als Raupe auf der Fraßpflanze.

Im März/April mit dem Austreiben der Blätter beginnen die Raupen wieder zu fressen.

Im Mai hat die Raupe ihr Endstadium erreicht.

Die Raupe spinnt sich an einem Ast der Nahrungspflanze fest und verpuppt sich zu einer wunderschönen bunten Puppe.

Neben der grüngelben Puppe kommt auch eine weißgrüne wunderschön schwarz gemusterte Puppe vor.

Ab Ende Mai beginnen die Falter zu schlüpfen.

In die Flügel wird die Körperflüssigkeit (Hämolymphe) gepumpt, damit sich diese entfalten und später erhärten.

Die Rüsselhälften werden miteinander verklebt. 2- 3 Stunden nach dem Schlüpfen ist der Falter flugfähig.

Oft verpaaren sich die frisch geschlüpften Weibchen schon direkt nach dem Schlüpfen noch in der Nähe der Puppe oder wie auf dem Bild auf der Puppe mit einem schon einige Tage vorher geschlüpften Männchen.

Der Weißdorn steht jetzt in voller Blüte.

Nach der Paarung saugen die Weibchen intensiv und kurze Zeit später beginnt auch schon die Ablage der Eier bevorzugt auf Weißdorn oder Schlehe.

Die Eier werden schön nebeneinander in "Eispiegeln" abgelegt.

Schon ca. eine Woche später schlüpfen die ersten Raupen aus ihren Eihüllen.

Die Raupen beginnen sofort mit dem Fressen und werden sich vor der Überwinterung noch zweimal häuten.

Schon im Juli spinnen sie sich ein Gemeinschaftsgespinst aus Blättern auf der Nahrungspflanze und verkriechen sich darin zur Überwinterung.

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